Verwunderung über Ablehnung von Experten des Lesben- und Schwulenverbandes

Als gleichstellungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion bin ich sehr verwundert über die sexualpolitische Einstellung der Gesamtlandesschülervertretung.
Für mich ist es nicht nachzuvollziehen, warum die Sexualkunde-Experten des Lesben- und Schwulenverbandes – kurz LSVD – nicht in den Schulen referieren sollten. Offenbar wird hier die Expertise des Verbandes nicht erkannt. Der LSVD verfügt über sehr gut geschulte Moderatoren, die ein altersgerechtes und niedrigschwelliges Informationsangebot für Schüler und Jugendliche anbieten.

Gegenüber der Saarbrücker Zeitung suggeriert Landesschülersprecher Florian Weinmann jedoch, dass der LSVD für den Sexualkundeunterricht keine geeigneten Sachverständigen anbieten könne.

Das genaue Gegenteil ist der Fall: Die Arbeit des LSVD ist zu würdigen, denn er hat außerordentlich konstruktiv an der Erarbeitung der Richtlinien für den Sexualkundeunterricht miterarbeitet. Den LSVD-Experten jetzt den Besuch von Schulen zu verwehren ist in keiner Weise angebracht. Selbstverständlich soll auch weiterhin jede Schule selbst darüber entscheiden, welche Experten sie unterrichtsbegleitend einlädt. Den Verband homosexuell orientierter Menschen allerdings von vorhinein bei der Aufklärungsarbeit auszuschließen – das geht nach Auffassung der SPD-Landtagsfraktion nicht.

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